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“Wenn Ihnen die erste Version ihres Produkts nicht peinlich ist, haben sie es zu spät herausgebracht.”(Reid Hoffmann, Gründer von LinkedIn, zitiert nach Christoph Keese, Silicon Germany)

Ganz in diesem Sinn sei hiermit die erste Testversion einer neuen “sekundären Nachrichtenplattform” präsentiert: der Höngger Fächer. Tataa!

Das Konzept ist im Einzelnen in einem Manifest beschrieben. Es geht darum, den immer zahlreicher werdenden Leuten, die ihren alten Zeitungsabos untreu werden (oder nie eine Zeitung abonniert haben) und die ihre Informationen – auch ihre politischen Nachrichten – über das Internet beziehen, oder denen ihre ein oder zwei abonnierten Zeitungen für ein umfassendes Meinungsbild nicht mehr ausreichen, einen alternativen Online-Zugang zu hochwertiger Information zu bieten.

Es geht darum, Ihnen eine Online-Alternative zu bieten. Nicht im Sinn von “alternativen Fakten”, sondern alternativem Zugang zu hochwertiger Information.

Das Problem mit Online-Nachrichten ist die Qualität. Da niemand zahlt und jeder postet, leidet Qualität, und Fake-News jeder Art ist Tür und Tor geöffnet.

Man kann darauf vertrauen, dass langfristig – sehr langfristig – die Menschen lernen, mit den neuen digitalen Verhältnissen umzugehen. Dass Qualitätsjournalismus nicht verschwinden wird. Kurzfristig fördert das Informationstohuwabohu aber einige bedenkliche Entwicklungen hin zu Herrschaft der Werbung über die Nachrichten, Monopolisierung, Zensur. Deshalb braucht es Übergänge. Ein solches Medium des Übergangs möchte der Höngger Fächer sein.

Er ist auch Teil und Motor einer aktiven, sich einmischenden Bürgergesellschaft, dem Internet-Technik neue Möglichkeiten qualifizierter und subjektiver Einmischung bietet. Gewissermassen ein Lagerfeuer oder Kaminfeuer immer wechselnder Diskursfreunde.

Das Prinzip des Höngger Fächers (proudly stolen from Facebook) ist “verbürgte Information”: die Empfehlung durch einen vertrauenswürdigen, gut informierten Menschen. Das ist subjektiv. Wat den Eenen sin Uhl, is den Annern sin Nachtigall. Es gibt aber objektive Merkmale: gute Recherche, korrekte Quellenangaben, nachvollziehbare und begründete Schluss­folgerungen (auch wenn man nicht zwingend mit ihnen übereinstimmt).

Der Kern des Projekts ist eine Gemeinschaft von Reviewern, die – was viele bereits tun – gute Inhalte empfehlen. Ihre Empfehlungen gehen dann nicht in der allgemeinen Social-Media-Kakophonie unter, sondern stehen im Zusammenhang mit anderen interessanten Rezensionen.

Und da stehen wir heute: Mit einer ersten Version der Plattform www.hoenggerfaecher.eu, einem alles andere als perfekten Web-Design, einer viel zu kleinen Schaar an aktiven Reviewern, aber voller Optimismus, im Wissen, dass diese Innovation in der Zeit und an der Zeit ist, und auf der Suche nach mutigen und interessierten ersten Test-Teilnehmerinnen und -Teilnehmern, die von der ersten Stunde an dabei sein wollen wenn etwas “disruptiv” Neues aufstartet.

Da diese ersten User an einem Entwicklungsprojekt teilnehmen werden, bitte ich, mich bei Interesse zu kontaktieren, und ich werde gern Test-Zugang zum Höngger Fächer geben.

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